2019 - Mit Strumpfband und Lederhose

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Das Ensemble des FC Unterbechingen überzeugt mit einer Kleiderklamotte

Bereits das Bühnenbild lässt das Publikum im ausverkauften Sportheim Unterbechingen erahnen, dass es sich bei der Komödie „Mit Strumpfband und Lederhose“ nicht um das übliche Bauerntheater handelt.

Mit dem Dreiakter aus der Feder von Pirmin Stern hat sich das Theaterensemble des FC Unterbechingen in diesem Jahr an eine Modeklamotte getraut, die von der Inszenierung her etwas aus dem Rahmen fällt. Hier sind es nicht die sonst so üblichen durchschaubaren Verwechslungen und heimlichen Liebesaffären, mit denen das Publikum zu mehr oder weniger enthusiastischen Lachanfällen animiert werden.

In dem Schwank geht es um eine nackte Schaufensterpuppe, einen durchgeknallten Ladeninhaber mit einem Faible für Frankreich, einen „tieffliegenden Intelligenzakrobaten“, einen Vertreter namens Bodo Strack („Bodo Strack, immer auf Zack!“), um hysterische Verkäuferinnen, Kundinnen, Näherinnen, eine Auszubildende und eine Postbotin. An dieser Stelle muss allen Darstellern ein großes Lob gezollt werden, interpretieren sie doch ihre Rollen äußerst glaubhaft mit viel Tempo und Humor. Ladeninhaber „Kleider-Klaus“, alias Claude Clautieu, köstlich gespielt von Bernhard Wunderle, war auf einer Modenschau in Paris und möchte nun seinen ländlichen Klamottenladen auf das Niveau der internationalen „Fashion“ heben. Dazu will er das Ambiente seines Ladens ändern und beauftragt dafür Schreinermeister Helmut Koller (Robert Kosteletzky) mit seinem Gesellen Manfred Nagel (Nils Gütinger).

Da darf auch Mode-Vertreter Bodo Strack (Peter Tauscher) nicht fehlen, der den Damen seine Liebesbedürfnisse und dem Claude die Landhausmode ans Herz legt. Der Kunde Adam Klamm (Johannes Aufheimer) öffnet an der Ladenkasse seine eigene „Geld-Börse“, um möglichst viele Prozente zu erringen und Verkäuferin Anna Richter (Jana Wegele) begeistert sich mit Näherin Kordula (Carina Lischka) an den heimlichen Geschäften von Azubine Evi Fromm (Anne Kosteletzky).

Kundin Brigitte Taler (Andrea Wegele) ist von den neuen Ideen begeistert und Postbotin Gerda Bring hat Mühe, ihre Briefe und Päckchen an den Mann zu bringen.

Das Publikum belohnte die Darsteller für ihre Leistung mit starkem Schlussapplaus.